10. Thüringer Kunstwettbewerb

„Hallo, hallo – Kinder wollen erhört werden“

Am 22. August fand die Preisverleihung und Vernissage des 10. Thüringer Kunstwettbewerb „Hallo, hallo – Kinder wollen erhört werden“ statt.

In unserer heutigen Gesellschaft, werden häufig Probleme mit Kindern aufgezeigt. Wir nehmen sie oft erst wahr, wenn sie in den Medien publiziert werden.
In diesem Kunstwettbewerb stellten sich die Künstler die Fragen:
Wo waren bzw. sind die Kinder?
Wann hören wir sie, wann erleben wir sie?
Was haben sie uns, den Erwachsenen, mitzuteilen?
Können die Kinder ihre gewohnte Umgebung gestalten?
Können Kinder mitreden?
Können Kinder ungestört und selbst bestimmend eigene Erfahrungen sammeln?

Oft sehen wir Kinder in unserer Umgebung die versuchen, sich Aufmerksamkeit von den Erwachsenen zu erhaschen. Dies tun sie mit Mimik, Gestik, Lachen, Weinen, Trotz und Schreien, eben mit allen Mitteln, über die sie verfügen.
Kinder werden von vielen Erwachsenen erst wahrgenommen, wenn sie Dinge tun, die nicht in Ordnung sind. Hören wir auf ihre Hilferufe.

Die Umsetzung des Themas durch die Künstler war sehr interessant, vielseitig und ansprechend. Eine sechsköpfige Jury bewertete die Arbeiten. Dieter Hasse hat mit seinem „Junior“ besonders beeindruckt und erhielt den ersten Preis, der durch den Landrat und Schirmherr dieses Kunstwettbewerbes Andreas Heller gesponsert wurde. Die Plastik „Meinungsfreiheit“ von Susan Oesen als zweiter Preis nominiert und das Bild von Lydia Linke „Begegnung“ sind hervorragende Werke dieses Kunstwettbewerbes.
Wir wollen nicht nur die Kinder erhören, sondern aktiv in unseren Kunstwettbewerb einbinden. So lautete für sie das Thema „Was Kinderaugen sehen“. Mit Abstand gewann das Bild „Kinderarmut“ von Max Riedl. Helen Rinckens wurde Zweite und Lucia Hemmerling wurde Dritte in der Altersgruppe von 14 bis 18 Jahren.

In der Altersgruppe unter 14 Jahren gewann das Hörspiel „Die Reise zum Planeten Musikus“ , welches fünf Kinder der Schulstation Campino gestaltet haben. Großen Anklang bei der Jury fand „Die Eule“, eine Arbeit von Patrick Prißig vom Förderschulzentrum Hermsdorf . Er belegte Platz 2. Den dritten Platz erzielte die Gemeinschaftsarbeit von Schülern des Förderzentrums Hermsdorf W6.
Sehr ansprechend und zum Nachdenken waren auch die Gedichte zum Thema „Was ich Erwachsenen sagen möchte“ die in den Programmteil der Festlichkeiten mit eingebunden wurden. Gewürdigt wurden Matthias Volland, Clemens Risse und Sarah Rausch.
Zum 10jährigen Jubiläum des Thüringer Kunstwettbewerbes gab es für die zehn Besten einen
Mamor- bzw. Buntsandsteinapfel, angefertigt vom Eisenberger Künstler Christian Walter.