Stadtgeschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Hermsdorf stammt
aus dem Jahre 1256. In diesem Jahr wurde es vom Markgrafen Heinrich dem Erleuchteten von Meißen dem Kloster Lausnitz geschenkt.
Hermsdorf - 1378 Hermansdorf, 1544 Hermeßdorf genannt - ist nach dem ersten Siedler Hermann benannt worden. Es gibt aber auch eine Sage zur Entstehung des Namens, die mit der Rettung von Nonnen durch Köhler zusammenhängt, die aus Dankbarkeit gerufen haben sollen "Hier her muss
Dorf".


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Vom Bauernhof zum Industriestandort

Ursprünglich war Hermsdorf ein Bauerndorf. Viele der Bauern konnten sich ihren Lebensunterhalt nur durch Zuerwerb mit der Herstellung von Leitern,

Brettern, Backmulden, Schubkarren, Rechen, Raufen u.a. sichern.
Damit verbunden entwickelte sich ein reger Fernhandel über die alte Regensburger Handelsstraße. An dieser liegt auch das älteste noch erhaltene Gebäude Hermsdorfs, der ehemalige Gasthof "Zum Schwarzen Bären im grünen Walde" - heute Hotel und Gasthof "Zum Schwarzen Bär"
Durch seine bedeutsame verkehrsgünstige Lage hatte dieser Gasthof wesentlichen Anteil an der Entwicklung und Erweiterung des
Ortes. Holzhandwerker und Fuhrleute waren es,
die mit ihrer fleißigen Arbeit zum wirtschaftlichen Aufschwung beitrugen und die Produkte und den Ruf des Holzlandes zwischen Nordsee und Alpen verbreiteten.
Ein wirtschaftlicher Wandel bahnte sich mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Weimar - Gera im Jahre 1876 an. Die industrielle Entwicklung begann für Hermsdorf mit dem Bau der Porzellanfabrik
im Jahre 1889 als Tochterunternehmen der Porzellanfabrik Kahla.
Mit dem Bau der Autobahnen in Deutschland und der Entstehung des Hermsdorfer Kreuzes in den 30iger Jahren verbesserte sich die Verkehrslage des Ortes
entscheidend weiter.
Hermsdorf veränderte sich nach dem 2. Weltkrieg zunehmend zu einem Industriestandort.


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