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Vom Bauernhof zum Industriestandort
Ursprünglich war Hermsdorf ein Bauerndorf. Viele der Bauern konnten sich ihren
Lebensunterhalt nur durch Zuerwerb mit der Herstellung von Leitern,
Brettern, Backmulden, Schubkarren, Rechen, Raufen u.a. sichern.
Damit verbunden entwickelte sich ein reger Fernhandel über die alte Regensburger
Handelsstraße. An dieser liegt auch das älteste
noch erhaltene Gebäude Hermsdorfs, der ehemalige Gasthof "Zum
Schwarzen Bären im grünen Walde" - heute Hotel und Gasthof "Zum
Schwarzen Bär"
Durch seine bedeutsame verkehrsgünstige Lage hatte dieser Gasthof wesentlichen
Anteil an der Entwicklung und Erweiterung des
Ortes. Holzhandwerker und Fuhrleute waren es,
die mit ihrer fleißigen Arbeit zum
wirtschaftlichen Aufschwung beitrugen und die Produkte und den Ruf des Holzlandes zwischen
Nordsee und Alpen verbreiteten.
Ein wirtschaftlicher Wandel bahnte sich mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Weimar -
Gera im Jahre 1876 an. Die industrielle Entwicklung begann für Hermsdorf mit dem Bau der
Porzellanfabrik
im Jahre 1889 als Tochterunternehmen der Porzellanfabrik Kahla.
Mit dem Bau der Autobahnen in Deutschland und der Entstehung des Hermsdorfer
Kreuzes in den 30iger Jahren verbesserte sich die Verkehrslage des Ortes
entscheidend weiter.
Hermsdorf veränderte sich nach dem 2. Weltkrieg zunehmend zu einem
Industriestandort.
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